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Impulse in 100 Worten - Rückblick

Jede Woche NEU! Ein Impuls von Pastor Frank Rosemann zum aktuellen Text der Lesung oder des Evangeliums.


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1. Advent

 

Wie wichtig ist es wach zu sein. Wenn man unausgeschlafen ist, bekommt man nicht alles mit und fällt dadurch auf, das man gähnt und dem anderen nicht die volle Aufmerksamkeit schenken kann. Das ist nicht nur unhöflich, sondern dient der Sache nur selten. Am Beginn des neuen Kirchenjahres steht die Wachsamkeit, wie eine Überschrift über allem. Und sie ist nicht nur Ausgeschlafenheit, sondern echte Erwartung auf den, der ist, der war und der kommen wird. Wachsamkeit ist das Erkennungszeichen der Christen, weil wir die sind, die sehnsüchtig auf ihren Christus warten. Ohne Angst gehen wir auf ihn zu, unsere Erwartung.

Evangelium

 

Mk 13,33-37

 

In jener Zeit, sprach Jesus zu seinen Jüngern: Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!



Christkönigssonntag

 

Damit es wirklich jeder versteht, geht Jesus durch alle Lebensbereiche und betrachtet von mindestens zwei Seiten. Rechts und links sind bis heute Extreme. Gemeint sind alle. Und jede und jeder, alle,  möge sich positionieren und sagen, wo sie oder er, alle, stehen. Diese Stelle führt in der Tradition der Kirche zu den Werken der Barmherzigkeit, die durch zwei ergänzt werden. Tote begraben und Trauende trösten. Dass das Ende des Lebens jeden betrifft und dass es Trost gibt, wird der Kirche  bewusst, und  unterscheidet sie vom Rest der Welt, der den Tod für das bittere Ende hält. Das soll jeder verstehen.

Evangelium

 

Mt 25,31-46

 

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.

Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, empfangt das Reich als Erbe, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Dann wird er zu denen auf der Linken sagen: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht. Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder fremd oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und diese werden weggehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber zum ewigen Leben.

 



32. Sonntag im Jahreskreis

 

Wenn wir heute in der Bibel das Wort ‚Jungfrau‘ lesen, können wir nicht zurückstellen, was 2000 Jahre Geschichte daraus gemacht haben. Damals war eine Jungfrau ein junger Mensch, der voller Erwartungen steckte. Eine Person, die die Zukunft noch vor sich hatte und ihr froh entgegenblickte. Ein Individuum, das sich genau nicht zum Alleinsein bestimmt sah, sondern sich nach Beziehung sehnte. Das kann auch für uns stimmen. Wenn wir nicht ständig um uns kreisen, sondern offen sind, sind wir das, was vor 2000 Jahren mit ‚Jungfrau‘ gemeint war. Es ist uns bewusst, dass wir für unsere Lampe Öl zum Brennen brauchen.

Evangelium

 

Mt 25, 1–13

 

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen mit ihren Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber erscholl der Ruf: Siehe, der Bräutigam! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht.

Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus! Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es nicht für uns und für euch; geht lieber zu den Händlern und kauft es euch! Während sie noch unterwegs waren, um es zu kaufen, kam der Bräutigam. Die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete ihnen und sprach: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.



Allerheiligen und Allerseelen

 

Das Verständnis dieser Stelle hängt an dem Wort ‚selig‘. Es gibt eine ganze Fülle an Synonymen für ‚selig‘. Gestorben, schön, tot, begeistert, glücklich, ausgefüllt, froh, beglückt, voller Freude, frohen Mutes…befremdlich, dass tot und gestorben auch als Zustand der Seligkeit gesehen werden können. Es darf auch mal gut und genug sein.  Nach diesem Leben ist Seligkeit. Seligkeit ist ein Moment, von all den Problemen dieser Welt absehen zu können, oder einen Moment wirklich genießen zu können. Die anderen Bedeutungen geben die Fülle des Wortes ‚selig‘ wieder und haben in der jährlichen Spannung von Allerheiligen und Allerseelen  lebensnahe Anwendung und  tiefes Verständnis.

Evangelium

 

Mt 5,1-12a

 

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach:

Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden.

Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen.

Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.

Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen.

Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.


Seligpreisungen in leichter Sprache 

 

Jesus erzählt, welche Menschen sich besonders freuen können. Einmal waren wieder sehr, sehr viele Menschen bei Jesus. Jesus stieg auf einen Berg. So konnten alle Menschen Jesus sehen. Jesus setzte sich hin. Die Jünger von Jesus kamen zu Jesus. Jesus fing an zu erzählen. Jesus sagte: –Es gibt Menschen, die keine großen Sachen machen können. Diese Menschen können sich freuen. Diesen Menschen kommen zu Gott. –Es gibt Menschen, die traurig sind. Diese Menschen können sich freuen. Weil Gott die Menschen trösten will. –Es gibt Menschen, die keinen Streit anfangen. Und keinen Krieg. Diese Menschen können sich freuen. Weil eines Tages im ganzen Land Frieden ist. 

Es gibt Menschen, die möchten, dass alles gerecht ist. Die möchten, dass alle anderen Menschen gerecht behandelt werden. Diese Menschen können sich freuen. Weil Gott selber für Gerechtigkeit sorgt. –Es gibt Menschen, die sind sehr gut zu anderen Menschen. Das heißt: die sind barmherzig. Die barmherzigen Menschen können sich freuen. Weil Gott auch barmherzig ist zu diesen Menschen. –Es gibt Menschen, die haben ein reines Herz. Ein reines Herz heißt: die Menschen sind nicht sauer oder böse oder neidisch. Die Menschenmit dem reinen Herz können sich freuen. Weil diese Menschen Gott anschauen können. –Es gibt Menschen, die sind friedlich. Diese Menschen sorgen für den Frieden. Diese Menschen können sich freuen. Weil Gott bei ihnen ist. –Es gibt Menschen, die sind immer ehrlich. Andere Leute wollen das nicht. Die anderen Leute schicken die ehrlichen Menschen ins Gefängnis. Die ehrlichen Menschen im Gefängnis können sich freuen. Weil Gott immer bei den ehrlichen Menschen im Gefängnis ist. 

Es gibt Menschen, die erzählen den anderen Leuten von Gott. Aber die Leute wollen nichts von Gott hören. Die Leute lachen die anderen Menschen aus. Und die Leute schimpfen mit den anderen Menschen. Und die Leute schicken die Menschen ins Gefängnis. Jesus sagte: Alle Menschen, die wegen Gott ins Gefängnis kommen, können sich freuen. Weil der große gute Gott immer bei den Menschen im Gefängnis ist. Und weil die Menschen Gott im Herzen fühlen.



Eucharistie in 100 Worten

 

Brot und Wein künden von der Gegenwart Gottes. Wer auch sonst. Dass wir die Möglichkeit zum Broterwerb haben, kommt von Gott. Und wenn nicht, sind wir genau darin auf Gott verwiesen. Wein, zur  Zeit Jesu das Getränk für jedermann, weil man nur Vergorenes trinken konnte, steht wie das Brot für den Alltag unseres Lebens, und das Mahlen des Korns und das Keltern der Trauben für die vielen schmerzhaften Opfer des Lebens. Unter heiligen Zeichen verwandelt  die Hingabe Jesu am Kreuz das Leben der Menschen. Brot und Wein. Frucht der Erde und der Arbeit der Menschen, wird Leib und Blut Christi.

Lesung

 

1 Kor 11, 23–26

 

Schwestern und Brüder!

Ich habe vom Herrn empfangen,

was ich euch dann überliefert habe:

Jesus, der Herr,

nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot,

sprach das Dankgebet,

brach das Brot

und sagte: Das ist mein Leib für euch.

Tut dies zu meinem Gedächtnis!

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch

und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut.

Tut dies, sooft ihr daraus trinkt,

zu meinem Gedächtnis!

Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt,

verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.



27. Sonntag im Jahreskreis

 

Steine sind eckig und kantig, rauh und ungeschliffen. Das wuchtig brutale Bild des Ecksteins bringt das Evangelium auf den Punkt. Wenn wir die Früchte nicht abliefern, wenn wir keine Früchte hervorbringen sind wir raus. Es ist nicht das Problem, dass wir keine Früchte hätten, sein sie auch noch so klein und gering. Es ist uns eventuell nicht bewusst genug, wie ergebnisorientiert wir in allem sind, und wie wenig es unser Verdienst ist, dass wir zu guten Ergebnissen kommen und Frucht bringen. Dies Evangelium ist eine herausfordernde Schule  zur Dankbarkeit. Was uns nicht gehört, müssen wir zur Verfügung stellen und zurückgeben.

 

Quelle: Pastor Frank Rosemann

Evangelium

 

Mt 21, 33–42.44

 

In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes: Hört noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land. Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seine Früchte holen zu lassen. Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den andern brachten sie um, wieder einen anderen steinigten sie. Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erste Mal; mit ihnen machten sie es genauso. Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben. Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn umbringen, damit wir sein Erbe in Besitz nehmen. Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt: Was wird er mit jenen Winzern tun? Sie sagten zu ihm: Er wird diese bösen Menschen vernichten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist. Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; vom Herrn ist das geschehen und es ist wunderbar in unseren Augen? Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerschellen; auf wen der Stein aber fällt, den wird er zermalmen. Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die Früchte des Reiches Gottes bringt.



Firmung in 100 Worten

 

Firmung bringt etwas in Bewegung, weil der Heilige Geist ein Aufrüttler, ein Beweger ist.

Damals wie heute bringt der Geist Gottes Männer und Frauen, Alte und Junge, Große und Kleine, Arme und Reiche dazu, anzupacken und an einer neuen Welt mitzubauen.

Die Welt ist davon geprägt, dass die Angst ihrer Macht beraubt ist und das endlich nicht laue Gleichmacherei, sonder wohlgestaltete Gleichheit besteht. Der Geist Gottes ist es nämlich, der Einheit bringt, die ja nur von der Verschiedenheit her zu denken ist und so das Ganze erst abbilden und herstellen kann. Sei besiegelt durch die Gabe Gottes den Heiligen Geist.

 

Quelle: Pastor Frank Rosemann

Evangelium

 

Apg 2,1-11

 

Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort.

Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.

Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.

Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.

In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.

Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.

Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?

Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:

Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien,von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten,

Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.



26. Sonntag im Jahreskreis

 

Ja oder Nein könnte man denken. Diese sehr menschliche Sohn-Geschichtelässt uns mittendrin sein, in dem, wozu Jesus uns ruft. Im Ruf zur Umkehr offenbart sich Gott als der, zu dem man umkehren kann: der geduldige, wartende, verzeihende Gott. Er öffnet den Menschen einen Weg, den sie von sich aus weder finden noch gehen könnten. Den offiziellen Vertretern der Religion ist es damals schwergefallen, an ihrer eigenen Rechtschaffenheit zu zweifeln und an Bekehrung zu denken. Nur bei den Sündern, bei Zöllnern und Dirnen, fand Jesus die Bereitschaft, sich zu bekehren. Auf diese Bereitschaft, das eigene Leben zu ändern, kommt es an.

 

Quelle: Pastor Frank Rosemann

Evangelium

 

Mt 21, 28-32

 

In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes: Was meint ihr? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum ersten und sagte: Mein Kind, geh und arbeite heute im Weinberg! Er antwortete: Ich will nicht. Später aber reute es ihn und er ging hinaus. Da wandte er sich an den zweiten und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: Ja, Herr – und ging nicht hin. Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt? Sie antworteten: Der erste. Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, ich sage euch: Die Zöllner und die Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr. Denn Johannes ist zu euch gekommen auf dem Weg der Gerechtigkeit und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen und doch habt ihr nicht bereut und ihm nicht geglaubt.



25. Sonntag im Jahreskreis

 

Wie schlimm ist es, nicht systemrelevant zu sein und wie schlimm ist es, ungerecht behandelt zu werden. Die Arbeiter fühlen sich nicht nur so, es ist so. Zuerst werden sie  nicht gebraucht und dann werden ungleich behandelt. ‚Such Dir doch was‘, ist der Appell an die Jungen und die Alten. Aber wenn es nichts zu finden gibt…Spät abends haben sie alle etwas gefunden und bei der Bezahlung werden sie alle gleich behandelt. Alle bekommen, was ihnen versprochen wurde. Jesus hebt nicht das Recht auf Eigentum und die daraus resultierenden Pflichten auf. Er lebt sie, damit wir nicht nur gelebt werden.

 

Quelle: Pastor Frank Rosemann

Evangelium

 

Mt 20, 1-16

 

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen hinausging, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denár für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg. Um die dritte Stunde ging er wieder hinaus und sah andere auf dem Markt stehen, die keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder hinaus und machte es ebenso. Als er um die elfte Stunde noch einmal hinausging, traf er wieder einige, die dort standen. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig? Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den Letzten, bis hin zu den Ersten! Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denár. Als dann die Ersten kamen, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten einen Denár. Als sie ihn erhielten, murrten sie über den Gutsherrn und sagten: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet und du hast sie uns gleich gestellt. Wir aber haben die Last des Tages und die Hitze ertragen. Da erwiderte er einem von ihnen: Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denár mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir. Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin? So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte.



24. Sonntag im Jahreskreis

 

Vor allem ist es wohl so, dass wir uns alle etwas schuldig bleiben und alle etwas schuldig sind. Die gegenseitige Achtung, den menschlichen Respekt, Liebe…Wenn ich die Erfahrung mache, dass mir so etwas erwiesen wird, verändert das mein Leben. Die erwiesene Liebe wiegt viel stärker als alle Missachtung und Respektlosigkeit, die sehr verletzen können. Aber die Liebe heilt mehr. So erleben wir es als Skandal, wenn Menschen, die viel bekommen haben, davon nicht abzugeben bereit sind. Es ist das gröbste Missverständnis dessen, was Jesus uns geschenkt hat, nicht an andere weiterzugeben. Besonders die neuanfangende, aufbauende, lebenschenkende, versöhnliche und notwendige Vergebung.

 

Quelle: Pastor Frank Rosemann

Evangelium

 

Mt 18, 21-35

 

In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Ich sage dir nicht: Bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal. Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Knechten Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der Knecht vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr des Knechtes hatte Mitleid, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Knecht hinausging, traf er einen Mitknecht, der ihm hundert Denáre schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und sagte: Bezahl, was du schuldig bist! Da fiel der Mitknecht vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe. Als die Mitknechte das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast. Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Peinigern, bis er die ganze Schuld bezahlt habe.

Ebenso wird mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt.

 



23. Sonntag im Jahreskreis

 

Die Worte Jesu führen uns zu zwei wichtigen unterscheidenden Fragen. 1. Reden wir übereinander? Die Versuchung ist groß, so Gesprächsstoff zu finden. Sei es nun wahr oder nicht, das kann und will ja beim Tratsch keiner wissen. Und was es mit dem macht, der dann später hört, was über ihn oder sie gesprochen wurde. Das kann vernichtend sein, weil es ja wie ein Schneeball weitergeht. Aber es ist ja viel einfacher über jemanden zu reden. 2. Reden wir miteinander? Vermutlich zu wenig. Es ist wirklich schwer, die Konfrontation mit dem Gegenüber zu suchen und sich wirklich einmal zu begegnen, aber unterscheidend christlich.

 

Quelle: Pastor Frank Rosemann

Evangelium

 

Mt 18, 15-20

 

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht! Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei mit dir, damit die ganze Sache durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werde. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde! Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner. Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch: Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.



22. Sonntag im Jahreskreis

 

Jesus hat das im Sinn, was Gott will, und nicht was die Menschen wollen. Es ist alles klar und Jesus schenkt den Jüngern reinen Wein ein. Aber das wollen sie nicht hören. Petrus, der eben noch zum Felsen erklärt wurde, tut sich hervor und tritt Jesus entgegen. Daraufhin, sagt er das, was nur ein einziges Mal in der ganzen Bibel zu einem Menschen gesagt wurde. Satan, du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen. Dies Klarheit können wir dieser Jesusgeschichte entnehmen. Aber was wollen wir von Jesus hören? Was Gott will, oder was wir Menschen wollen?

  

 

Quelle: Pastor Frank Rosemann

Evangelium

 

Mt 16, 21–27

 

In jener Zeit begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären: Er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten vieles erleiden, getötet und am dritten Tag auferweckt werden. Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen, und sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Tritt hinter mich, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen. Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen und dann wird er jedem nach seinen Taten vergelten.



Mariä Himmelfahrt

 

 „Wir verkünden, erklären und definieren es als ein von Gott offenbartes Dogma, dass die unbefleckte, allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde.“ (Pius XII.)

Natürlich: Wenn wir glauben, dass wir Menschen mit Leib und Seele sterben, also wirklich tot sind, um dann von Gott bei ihm mit neuem und ewigem Leben beschenkt zu werden, dann wurde Maria, um auszudrücken, dass sie wirklich, so wie sie ist, eine Erwählte ist, mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen. Verwesung ist der Ernstfall der Endlichkeit. Das ist bei Maria anders. 

Evangelium

 

Lk 11, 27–28