Die Geschichte der Kirche

St. Antonius Abt Teglingen


Neubau einer Kapelle

Schon Ende des 18. Jahrhunderts tauchte der Gedanke eines Neubaues der Kapelle auf. Als Fond wurde zu diesem Zweck ein Pfennigverein gegründet, der für Restaurationsarbeiten an der Kapelle gedacht war, aber auch gleichzeitig den Grundstock für einen späteren Kapellenbau bildete. Es kam dann der Krieg und der Gedanke an eine neue Kapelle rückte in weiter Ferne. Die Sache erhielt aber einen neuen wesentlichen Auftrieb, als 1921 Pater Jakobus Höfer aus der Mission in Brasilien für einige Monate in seine Heimat nach Teglingen kam. Er trat gleich mit vollem Eifer für den Kirchenbau ein. Besonders in den Predigten versuchte er die Gemeinde dafür zu begeistern. Er ging selbst von Haus zu Haus um Geldzeichnungen entgegen zu nehmen. Die Leute zeichneten und dann wurden auch gleich Steine gekauft und angefahren. Ebenfalls wurden Eichenbäume und Nadelholz für Sparren geschenkt und gefällt. Wegen der Inflation musste für das Geld sofort Ware gekauft werden, weil es von Tag zu Tag an Wert verlor. Anfang Oktober 1922 begann der Abbruch der alten Kirche. Unmittelbar im Anschluss daran wurde der Neubau in Angriff genommen. Schon am 17. Oktober 1922 konnte Pater Kören die feierliche Grundsteinlegung vornehmen.

 

Noch war es in der neuen Kirche etwas kahl, aber man war froh, dass Bischof Wilhelm Berning sie am 17.04.1923 in einer feierlichen Zeremonie einweihen konnte.

 

Das Ziffernblatt der Turmuhr trägt die Jahreszahl 1884 und stammt vom Turm der alten Kirche. Es ist also nicht alles so neu, wie der erste Eindruck glauben macht.

 

 

Quelle Teglingen – Einst und Heute